Federzeichnungen

Für mein Gedichtband „Schwarzer Vogel und weißer Satin“ (ISBN 978 3732 233 595) habe ich mehrere Federzeichnungen angefertigt. Das Besondere an Federzeichnung gegenüber Tuschezeichnungen ist, dass hierbei mit einer Kalligraphie- Feder gearbeitet wird und nicht mit dem Pinsel, wie es sonst für Tuschezeichnungen üblich ist. Die Linienführung ist bei der Federzeichnung härter und etwas „kratzig“, was für mich den speziellen Reiz ausmacht.

Hier ein paar Bilder aus dem Lyrikband:

SahaRhino

Feldblumen

Bei einem morgendlichen Spaziergang über die Feldwege entdeckte ich dieses Meer an weißen, wogenden Kartoffelblüten.

Rabe

Der Rabe, ein mystisches und symbolkräftiges Tier, das für Weisheit und Freiheit steht.

Im freien Flug segelt er entlang einer Wand.

Mondtanz

Ich finde es immer wieder faszinierend, die Entstehung eines Bildes in den verschiedenen Arbeitsschritten zu verfolgen. Heute gebe ich dir Einblicke zu dem Bild „Mondtanz“, das 2014 entstand.

Mondtanz (2014) Oil on Canvas – 60*125 cm

Durchgedrehter Tukan

60*80 cm, Oil on Canvas, 2017

Der „durchgedrehte Tukan“ ist 2017 entstanden und ein Teil der Themenreihe Soft&Lazy

Der Tukan ist für mich ein paradiesischer Vogel, der mit seinem kraftvollen Schnabel, seinem bunten Federkleid und seiner Sanftmut beeindruckt. Ein Sinnbild von Schönheit und Exotik.

Jedoch lässt sich auch das Schöne nicht festhalten. Es löst sich auf, zerrinnt in Zeit und Raum. Darum genieße den schönen Augenblick, bevor auch er im Strudel der Zeit verschwimmt.

Lichtgestalten

Wenn der Mensch seine Unterschiede durch Kultur, Erziehung,
Religion, … ablegen würde wie Wäsche

und diese von seinen
Vorurteilen und Voreingenommenheit anderen gegenüber
reinwaschen würde,
wenn der Mensch seine Unterschiede durch die verschiedenen
Hautfarben nicht als wichtig beachtet,
dann wird aus ihm eine Lichtgestalt,
mit reinem Herzen wie ein spielendes Kind.


Das Bild Lichtgestalten entstand 2015 zum Thema „Kulturelle Vielfalt“.

Die Kinder spielen umgeben von Lichtgestalten. Ihre Murmeln rollen aus dem Bild, dem Betrachter entgegen und fordern ihn zum gemeinsamen Spiel auf.

Lasst uns alle wie Kinder sein und unbeschwert miteinander umgehen.

Libelle

Zart und filigran sitzt die Libelle auf einem „geisterhaften“ Strohhalm und trinkt vom Wasser des Lebens. Im Hintergrund die Farben der Natur, durchscheinend, auflösend und verwirbelt im Chaos, was die Menschheit verursacht.

Das Bild entstand 2018, als in der Gesellschaft über den Plastikmüll in den Ozeanen und der Natur diskutiert wurde. Die politische Antwort war das Verbot von Einweg- Plastikstrohhalmen.

Für mich war dieses Verbot nur ein Ablenken von der eigentlichen Problematik. Statt weitreichende Umstrukturierungen für die Verpackungsindustrie auf den Weg zu bringen und somit den Berg an Plastikmüll anzugehen und zu verkleinern, hat die Politik nur einen kleinen Kieselstein bewegt.

Im Bild steht die Libelle symbolhaft auch für das Insektensterben. Wo sonst diese wunderschönen, feengleichen Geschöpfe in der Nähe von Gewässern zu finden sind, klammert sich diese Libelle an den „letzten Strohhalm“. Ihr Lebensbereich ist bis auf einen kleinen Tropfen verschwunden.

„Sommerbriese“

2018, aus der Serie „Soft&Lazy

Sommer, Sonne, Sonnenschein…

tauche ein in die „Sommerbriese“, rieche den Duft der Blumen und lass dich verzaubern von der romantischen Stimmung, leicht wie der Morgennebel.

Das Bild „Sommerbriese“ ist im impressionistischen Stil gemalt und soll die Leichtigkeit eines frühmorgendlichen Sommertages vermitteln.

Lampenfieber

Als ich die Maske zu „Lampenfieber“ angefangen habe zu malen, kam in mir die Assoziation, dass die Welt eine riesengroße Bühne ist, das Leben ein Theaterstück. Vielleicht kennst du das Gefühl, kurz vor dem Auftritt zu stehen, Nervosität steigt in dir hoch. Dein eigenes ICH verschwimmt und du schlüpfst in deine Rolle, die du gleich zu spielen hast. Fokussiert auf das, was vor dir liegt, nimmst du um dich herum nichts mehr wahr. Und dann öffnet sich der Vorhang und die Show beginnt.

Nicht nur auf der Bühne, sondern auch im alltäglichen Leben tragen wir hin und wieder Masken, spielen verschiedene Rollen und manchmal vergessen wir dabei unser Selbst.